Ausserhalb von Bangkok soll es ja auch ganz schön sein....hier finden sich die Orte meiner zahlreichen Reisen durchs Land, ein paar Tipps für Hideaways in der Nähe der Stadt, plus ein
paar Tipps aus China, Singapore, Malaysia und Laos
Hua Hin, klingt toll, königliches Seebad, grossartig....leider aber nur in meinem Kopf. Die Realität ist eher trostlos und besteht aus einer Kulisse am Strand, die mich an die Costa Brava
erinnert, bevölkert von Unmengen weisshaariger Herren mit sehr sehr jungen Thaimädchen am Arm, nun ja, meine bevorzugten Reiseziele sehen anders aus.
Aber zum Glück ist das dann doch nicht alles, auf einem Hügel ausserhalb des Ortes, am Ende einer ziemlich langen Treppe befindet sich der der allseits verehrte Tempel Wat Khao Takiap, eine
Anlage, die fest im Griff einer gigantischen, hungrigen Affenhorde zu sein scheint. Aber keine Sorge, solange man nicht mit einer Banane oder Erdnüssen in der Hand rumläuft, lassen einen die
possierlichen Tierchen in Frieden. Die eigentliche Attraktion für mich ist ein Stück den Hügel wieder abwärts zu finden, der chinesische Teil der Anlage, eine Art Technicolor Version eines
Tempels, hinreissend gelegen mit Blick aufs Meer. Die Protagonisten sind offenbar frisch gestrichen und leuchten um die Wette in der Sonne, es ist menschenleer und mucksmäuschenstill, nur die
Wellen rauschen ein wenig im Hintergrund. Jetzt bin ich versöhnt mit dem Ort.
Where to find: Wat Khao Takiap, ca. 4 km südlich der Innenstadt.
Wir sind mit dem Moped unterwegs im Isaan. Unser Ziel ist That Phanom, genauer gesagt der sehr sehr heilige Wat That Phanom, eines der wichtigsten Heiligtümer des Landes. Und wie so oft, wenn
mein Reisegefährte und ich auf den Spuren eines Reiseführers unterwegs sind, finden wir die Dinge neben den berühmten Sehenswürdigkeiten viel spannender. In diesem speziellen Fall handelt es sich
um einen kleinen, auf den ersten Blick, unscheinbaren Markt, direkt am Ufer des Mekong, genannt der Laoten Markt, weil deren Händler von der anderen Seite des Stroms kommen. Zuerst hab ich
gedacht, na wieder so ein asiatischer Markt, kenn ich schon... aber beim genauen hinsehen, fällt auf, kenn ich ganz und garnicht. Im Angebot sind ausgekochte Ziegenbeine, glänzend polierte
Muscheln, glitzernde Glaskugeln, winzige Echsen mit Mutationen, was zum Teufel, macht man mit diesen Dingen? Intensiv duftende Harze in kleinen Dosen, gebündelte Wurzeln, nie gesehene große
schwarze Nüsse, Holzpenisse...handelt es sich um Mittel zur Steigerung der Fruchtbarkeit, gegen böse Geister oder schlicht gegen banale Erkältung? Eine gewisse Faszination, gemischt mit Ekel
macht sich breit, gepaart mit der Sorge ob alle diese archaischen Mittelchen einen Arztbesuch ersetzen sollen.... Der Tempel entpuppt sich dann schlussendlich als ein ganz normales Wat, für den
ungläubigen Farang nicht sonderlich aufregend. Aber ich ziehe glücklich mit einem Bündel Stachelschweinstacheln von dannen, allein dafür hat sich der Besuch von That Phanom für mich schon
gelohnt.
Where to find: Lao Market, That Phanom, Isaan. Der Markt findet jeden Montag und Dienstag rund um den Pier am Ufer des Mekong statt. Uhrzeiten konnte ich leider nicht ermitteln.
Berühmt ist Taht Phanom übrigens auch für sein gigantisches, im dritten Mondmonat stattfindendes Tempelfest, für das tausende Pilger aus Laos und Thailand alljährlich
anreisen.
Ich habe immer schon ein besonderes Faible gehabt für Orte, die von einheimischen Touristen besucht werden. Da zeigt sich meistens deutlich, wie groß der Unterschied in den Mentalitäten und
Vorlieben wirklich ist. Der Doi Inthanon, mit 2565 m der höchste Berg Thailands, wird natürlich auch wegen des Ausblicks und seiner beiden spektakulären Pagoden angefahren, aber der eigentliche
Reiz für die Thais liegt in den Temperaturen. Als ich im Januar diesen Jahres auf dem Gipfel stand, war es NUR 20 Grad warm, oder eben kalt, je nach Perspektive. Die Locals tragen Mützen und
Handschuhe und freuen sich ganz doll (wohingegen wir uns im deutschen Sommer ja schon freuen, wenn es mindestens 20 Grad WARM ist...) Ansonsten gibt es, wie überall jede Menge Schreine zu
bewundern, unteranderem einen, der zu Ehren eines abgestürzten Hubschrauberpiloten aufgestellt wurde und Teile seiner Maschine integriert, man kann mit Rolltreppen zu riesigen Chedis raufrollen,
einem kleinen Naturlehrpfad durch den Dschungel folgen, und sich einen gepflegten Park mit klassischen Blumenrabatten anschauen. Da sind dann die Ausflugsgewohnheiten der Thais und der Deutschen
doch nicht so verschieden.
Where to find: Doi Inthanon, gelegen im gleichnamigen Nationalpark, südwestlich von Chiang Mai. Der Berggipfel ist zugänglich über eine 50 km lange Bergstrasse. Alleine die
landschaftlich grandiose Anreise macht das Ganze zu einem sehr schönen Tagesausflugsziel von Chiang Mai aus.
... liegt Wat Phu Tok in der flachen Landschaft, der gigantische Sandfelsen erhebt sich aus der trockenen Ebene und trohnt inmitten von NICHTS. Luang Pu Juan, berühmter Abt, und Gründer dieses
weltabgeschiedenen Klosters auf, und rund um den Berg, hat sich mit Bedacht diese unwirtliche Gegend ausgesucht, um in Begleitung seiner Mönche wirklich in Ruhe meditieren zu können. Zu diesem
Zweck wurde Ende der 60er Jahre eine siebenstufige Art Holzsteg angelegt, welcher sich wie eine Schlange um den Berg windet. Am Rande dieser schedderigen Bretterwege befinden sich schmucklose
winzige Zellen, in die sich die Mönche für teils wochenlange Meditationen zurückziehen. Die Besucher werden gebeten sich leise und sittsam zu betragen um nicht zu stören. Ich hoffe, dass mein
keuchen niemanden gestört hat, es war brütend heiss, die Löcher zwischen den Brettern waren faustgross und mir war nicht wirklich wohl zumute, als mein Reisegefährte und ich im Schweisse unseres
Angesichts tatsächlich bis Level 7, ganz nach oben gekrabbelt sind, und krabbeln ist dabei wörtlich zu nehmen. Ab Level 6 wurde die Sache etwas unübersichtlich, und oben auf dem Gipfel hab ich
mich dann tatsächlich verlaufen und den Weg runter nicht gleich gefunden. Aber was tut man nicht alles für eine gute Aussicht...
Where to find: Wat Phu Tok ist mehr oder weniger komfortabel nur mit eigenem Transport zu erreichen, oder in einer Kombination von diversen Bussen plus Tuk Tuk. Es liegt knapp
50km entfernt von Buen Kan, zuerst 27 km entlang der Landstrasse 212 bis Chaiyapon, und dann abbiegen auf die 3024 Richtung Tham Phra Waterfall, nach 17,5 km rechts abbiegen und nach weiteren 4
km ist man am Ziel.
UND DA SOLL ICH TATSÄCHLICH HOCHKLETTERN???
SO WIRKLICH STABIL SIEHT DAS JA NICHT AUS
BUDDHAS SEGEN KANN NICHT SCHADEN
ICH MÖCHTE GARNICHT WISSEN, WARUM HIER EIN SKELETT STEHT
ABER DIE MÜHE IST ES WERT
Ich wusste nicht viel über den Isaan, bevor wir losgezogen sind, ausser, die meisten Barmädchen in Bangkok kommen daher, genauso wie der scharfe Somtum, ein Salat aus grüner Papaya, den es in der
Hauptstadt an jeder Ecke gibt. That was it, das ist ein guter Grund auf Reisen zu gehen, unbekanntes Terrain erkunden. Der Plan: nach Udon Thani fliegen, im nahen Nong Khai eine Honda Phantom
mieten, und los düesen gen Osten, immer den Mekong entlang. Die wenigen Touristen, die nicht direkt in Nong Khai nach Laos aufbrechen, fahren in die andere Richtung. Da wir ja immer das Moped
wieder an der selben Stelle abgeben müssen, bietet sich ein Loop an, nennen wir ihn den ISAAN LOOP.
Tag 1: Nach einer sehr netten Übernachtung im Mut Mee Guesthouse führt uns die angenehm leere Landstrasse über recht unspektakuläre 140km bis Buen Kan, den Mekong sieht man
leider so gut wie nie und so richtig viel zu bestaunen am Wegesrand gibt es eigentlich auch nicht, mir dämmert langsam, warum alle in die entgegengesetzte Richtung fahren....aber nur
Geduld... Buen Kan entpuppt sich als total verpenntes, aber sehr freundliches Provinznest, keine Touristen weit und breit, und es ist, wie es immer ist, wo keine Farangs sind, da sind die Leute
am nettesten, wir werden regelrecht verwundert bestaunt.
Tag 2: Unser erstes Ziel an diesem heissen Tag ist das Bergkloster Phu Tok, spektakulär gelegen in the Middle of Nowhere auf einem Karstfelsen und nachdem ich mich
tatsächlich alle 7 Level zur 'Erleuchtung' tapfer über unendlich schedderige Holztreppen hochgeschleppt habe, verlaufe ich mich auf dem Gipfel und finde fast nicht mehr runter..... Grössere
Orte sind rar auf dieser Etappe, also auch die Übernachtungsmöglichkeiten, man könnte ja mla einen Homestay versuchen, gastfreundliche Thais bieten ein Bett und Verpflegung in ihrem Haus an. Wir
entscheiden uns für Khun Bunleods Heim, direkt am Phu Wua Wildlife Reserve und werden nicht enttäuscht (mehr Details dazu, bald in der Rubrik 'Schlaf gut'). Mittlerweile sind wir tief im wilden
Osten Thailands, trockene Reisfelder soweit das Auge reicht, wir zockeln auf schmalen Strässchen (mit Hilfe von Google Maps) durch winzige Dörfer, so muss Thailand noch vor 20 Jahren überall
ausgesehen haben. Einzig die Pick-up Trucks in den meisten Garagen zeugen von bescheidenem Wohlstand, der erst jüngst in diesem Landstrich Einzug gehalten hat, bevorzugt durch den Anbau von
Gummibäumen.
Tag 4: Die freundliche Kleinstadt Nahkon Phanom mit Blick auf laotische Zipfelberge entlässt uns am Morgen in Richtung That Phanom (diese Namen machen die Navigation nicht
unbedingt einfacher...) die Strasse wird gesäumt von unendlich vielen Tempeln, bis man schliesslich an einem der wichtigsten Heiligtümer des Landes ankommt, und wieso oft, ist das, was im
Reiseführer als unbedingt sehenswürdig beschrieben wird, naja, sagen wir ok. ,die wirklich interessanten Dinge finden drumherum statt. That Phanom erholt sich gerade von seinem 10 Tage
andauernden berühmten Fest, der gigantisch grosse Jahrmarkt rund um den Tempel wird langsam (sehr langsam) abgebaut, und am Mekong entlang verkaufen Laoten Obst, Gemüse und....seltsame Medizin,
bestehend aus getrockneten Echsen, Stachelschweinstacheln, leuchtenden Glasmurmeln und gekochten Hirschbeinen..ich möchte mir garnicht vorstellen, welchen Arztbesuch das ersetzen soll.
Tag 5: Ich mag einfach gerne diese unspektakulären thailändischen Provinzstädte, wie Sahkon Nahkon, die Menschen machen einen zufriedenen Eindruck, schiefe alte Holzhäuser,
der grösste Binnensee Thailands und sehr scharfes schmackhaftes Essen (ohne englische Speisekarte...) tragen auch zu unserer Entspannung bei, unser Hotel ist sogar richtig gut! Heute steht eine
seeehr lange Etappe auf dem Plan, vor der mir ein wenig graust, weil wir keine Lust auf Udon Thani haben, wollen wir quer durch die Pampa direkt nach Nong Khai fahren....Google Maps sagt es sind
165km, das sollte eigentlich kein Problem sein...nach 85km passieren wir ein Schild: Nong Khai 195km, Sch....unserer hervorragendes Satelitenbasiertes Telephon hat uns nicht die Stadt angezeigt,
sondern den Namen der Provinz. Prost Mahlzeit! und es wird immer heisser. Die Strecke ist wirklich ein Traum, winkende Kinder, Reisfelder, riesige Bambusfischernetze und ungeteerte Schotterpisten
mit Schlaglöchern.
Tag 6: Wollen wir wirklich noch hinter Nong Khai eine Etappe gen Westen fahren? Wir wollen, auch wenn der Hintern wehtut. Ziel ist Sang Khom, mit einem Schlenker vorbei an
zu Tieren geschnittenen Hecken, Tempeln soweit das Auge reicht, ich glaube wirklich die Mönche könne sich zuwinken, einem Abstecher zu einem komplett verlassenen Naturpark mit Kalkfelsen und 2500
jahre alten Zeichnungen, erreichen wir den Ort auf kurviger idyllscher Strasse am frühen Nachmittag und checken in einem traumhaft gelegenen Guesthouse ein (auch dazu mehr demnächst).
Tag 7: Das wars, bye bye Isaan! Fazit: man muss sich auf die Gegend einlassen, am Anfang war ich enttäuscht, weil alles so unspektakulär war, aber es lohnt sich
durchzuhalten. Thailand ohne Touristen ist eine ganz neue Erfahrung, eine durchaus positive. Zwischendurch hat man das Gefühl man fährt durch Norddeutschland, Felder soweit das Auge reicht, wenig
Menschen, plattes Land, breiter ruhiger Fluss, es ist bloss zur Zeit 40 grad heisser...aber mit etwas Muße schärft sich der Blick für die Details. Und, nicht zu vergessen, dieser Teil Thailands
wird sich in den kommenden Jahren rasant verändern, die fünfte Brücke über den Mekong ist in Planung, Laos, Vietnam und damit auch die Chinesen scharren mit den Hufen die Gegend wirtschaftlich
aufzurüsten. Wer also nochmal durch ein ungeschminktes, verschlafenes Thailand reisen möchte, sollte das bald tun.
DER ISAAN-LOOP IM WILDEN NORDOSTEN
GRÜN,GRÜN,GRÜN, TEMPEL, JAHRMARKT, ERDBEEREN UND JEDE MENGE HAARNADELKURVEN
UND DA SIND WIR LANG GEFAHREN
2001 bin ich mit meinem Reisegefährten schonmal den Mae Hong Son Loop gefahren, jetzt also elf Jahre später, und auch elf Jahre älter nochmal rauf aufs Moped und rein in die Berge. Diesmal haben
wir nur eine kleine Honda Wave (125cc), damals eine Phantom, puuhhh, das ist ein ganz schöner Unterschied, bei dem sportlichen Unterfangen. Angeblich hat die Strecke mehr als 1800
Haarnadelkurven!!! und teilweise ein Steigungen, bei denen man Angst hat, gleich kommt vorne das Rad hoch... Aber all die Mühe lohnt sich!! Die Landschaft lässt einen staunen, soviel Natur und
sowenig Zivilisation ist der deutsche Mensch nicht gewöhnt, da wird man ganz klein. Die erste Etappe bringt uns nach sehr anspruchsvollen 150 km von Chinag Mai bis Pai, was bei unserer ersten
Tour noch ein verpenntes Nest mit einer Handvoll B&B war. Heute ist Pai eine Touristenhochburg mit geschätzten 300 Hotels für jeden Geschmack, aber es hat immer noch seinen Charme bewahrt,
auch wenn auf der Walking Street abends die Hölle los ist. Etappe Nummer zwei führt uns über 120km Kurven, Kurven, Kurven bis nach Mae Hong Son, dem nordwestlichsten Städtchen Thailands,
hier gehen die Uhren noch deutlich langsamer, immer noch. Abends haben wir das grosse Glück den nur einmal jährlich stattfindenden Markt besuchen zu dürfen, Menschen aus allen Himmelsrichtungen,
viele Hilltribes, kommen ins Tal um Geschäfte zu machen, Freunde zu treffen, einzukaufen und sich natürlich zu amüsieren. Ein ziemlich, lauter, derber Spass, der uns seltsam fremd anmutet, diese
Funktion haben Jahrmärkte bei uns schon ewig nicht mehr. Tag drei verlangt uns alles ab!!! 160km über winzige Strassen mit jeder Menge Schlaglöcher durch pure Natur, die Ausblicke lassen uns
ganz still werden, leider kann man das nicht auf Foto bannen, das sieht viel zu banal aus. Abends fallen wir absolut tot ins Bett, aber nicht ohne uns vorher noch ein Festmahl zu genehmigen, ja
sowas gibts in der thailändischen Pampa auch. Mae Chaem entlässt uns am anderen Tag in Richtung Doi Inthanon, dem höchsten Gipfel Thailands mit 2565m, da ist es ganz schön frostig oben auf dem
Berg, der wie üblich in diesem buddhistischen Land mit einer gigantischen Stupa gekrönt wird. JAAAWOHL, wir sind mit der kleinen Kiste bis oben auf den Gipfel gefahren. Ab da wirds einfach, immer
nur geradeaus den Berg runter, die 115 km sind doch ein Klacks.....
How to do it: es bietet sich tatsächlich an ein grösseres Bike zu mieten, dann ist es wesentlich komfortabler, und empfehlenswert ist sicher auch die Tour in mehr Tagen zu
machen, ich würde sagen 6-8 Tage machen Sinn, damit man auch was davon hat. Gute Karten gibt's von GT-Riders, auf deren Website / http://www.gt-rider.com/ kann man sich auch alle anderen
wichtigen Infos holen. Übernachtungsmöglichkeiten finden sich demnächst unter meiner Rubrik 'Schlaf gut'. Wenn man die Tour im thailändischen Winter machen will (November bis Februar) unbedingt
warme Sachen mitnehmen, wir hatten Nachts teilweise nur 8!!!! Grad.
POM PEE KHAOLAEM NATIONAL PARK
DIESES MUSEUM IST ECHT BIZZAR, WW II MUSEUM, KANCHANABURI
Der letzte Teil unserer Reise führt uns in einem Rutsch 220km von Sangkhlaburi nach Kanchanaburi, war nicht so geplant, das Moped hat auch rumgezickt, und irgendwann wars auch egal. Aber ein paar
nette Etappenziele gabs, wie z.B das Resort im Pom Pee Khaolaem National Park, unter der Woche menschenleer, und ein wunderbarer Ort für eine kleine Schwimm-Pause im Stausee. Weiter gehts über
Sai Yok in Richtung Hot Springs Hin Dad, ich hatte mir das ganze ja eher romantisch vorgestellt, aber schon die Tatsache, dass die Hinweisschilder auch auf russisch waren hätte mir zu denken
geben sollen... anyway, wir sassen schön mit 150 Damen und Herren aus dem Osten im heissen Wasser, hatte einen sehr eigenen Charme. Zu nächtlicher Stunde erreichen wir Kanchanaburi. Am nächsten
Morgen besuchen wir eine recht spannende Höhle mit diversen Buddhas drin (Wat Thum Khao Poom) , auch hier treffen wir wieder unsere russischen Freunde, um uns schliesslich das sehr skurrile World
War II Museum, in einem Hinterhof direkt an der berühmten Brücke anzuschauen, die im übrigen meines Erachtens grandios überbewertet ist. Was sich der "Kurator" wohl bei dieser Mischung aus
gruseliger Augsburger Puppenkiste und Abstellräumen gedacht hat, werden wir wohl nie erfahren. Die lebensgrosse Figur des GRÖFAZ neben Stalin und Mussolini, und seltsamerweise auch Einstein fand
ich schon ziemlich spooky. Kanchanaburi selber is not really "my cup of tea", die Trennung des Ortes in einen Thai- und einen Farangteil, inklusiver jeder Menge fieser Sextouristen macht die
Sache auch nicht besser, aber sobald man raus ist aus dem Getümmel wird alles gut!
Where to find: Informationen zum Nationalpark: http://www.westernforest.org/en/areas/khao_laem.htm
zum
Tempel: http://www.roughguides.com/travel/asia/thailand/the-central-plains/kanchanaburi/wat-tham-khao-poon.aspx
DIE HAUPTATTRAKTION IST 400M LANG, KOMPLETT AUS HOLZ...
KLEINVIEH MACHT AUCH MIST, DER EINGANG ZUM HEILIGTUM
DER MANN VOR DEM WAT WANG WIWEKARAM UND GÖTTER IN DEMSELBEN
DER VERSUNKENE TEMPEL WAT SAAM PRASOB
GLOCKENTURM UND GOLDENE PAGODE AUS DER FERNE
70 km kurvigste Landstrasse führen von Thong Pha Phum nach Sangkhlaburi, mit grandiosen Aussichten auf den Stausee, entlang bewaldeter Bergwipfel und Gummiplantagen, allein die Strecke ist es
wert herzukommen ans Ende zumindest der thailändischen Welt. Hinter dem Ort kommt nicht mehr viel ausser ein paar Flüchtlingsdörfer der Mon und der Karen, die aufgrund massiver Verfolgung
schon vor Jahren über die burmesische Grenze gekommen sind. Der Three-Pagoda-Pass rüber nach Burma ist seit 2007 für Thais und Touristen geschlossen, aber vielleicht sorgt das politische
Tauwetter ja hier für eine Veränderung in der Zukunft.
Eigentlich ein unspektakuläres in den 80er Jahren neugebautes Dorf, das alte verschwand in den Fluten des Stausees, entpuppt sich Sanghklaburi erstaunlicherweise als kleines, verstecktes Juwel,
dessen zahlreiche Attraktionen mich wirklich in den Bann geschlagen haben. Als da wären, Nummer 1, natürlich die berühmte Holzbrücke von Sanghklaburi rüber ins Mon-Dorf, gebaut als ein Symbol für
Freundschaft und Verständigung, Nummer 2, der Wat Wang Wiwekaram-Tempel, bestehend aus einem wirklich beeindruckenden Hauptgebäude mit Chromsäulen!!! und 200m weiter einer seltsamen riesigen
goldenen Pagode, die auch vom Wasser aus zu sehen ist. Und last, but not least, der im See versunkene alte Tempel, der je nach Wasserstand mehr oder weniger rausguckt. An der Holzbrücke lassen
sich für 150 Baht pro Person Longtails mieten, die einen direkt hinschippern, und die besten Fotospots ansteuern, sehr komfortabel. Aber auch wenn man all diese schönen Dinge angeschaut hat, kann
man in diesem entspannten, um nicht zu sagen verschlafenen Örtchen noch eine gute Zeit verbringen, Wasserfälle und Höhlen in der Umgebung locken den sportiven Besucher, oder man sitzt einfach
nur, frei nach Loriot, das geht in Sangkhlaburi auch ganz hervorragend.
Where to find: Übernachtet hab ich im sehr symphatischen Burmese-Inn, die auch grossartiges Abendessen anbieten, ist allerdings nichts für Menschen, die geräuschempfindlich sind,
die Wände sind Papierdünn. www.sangkhlaburi.com Komfortabler ist es im P.Guesthouse, www.p-guesthouse.com, direkt am See gelegen. Ausserdem kann ich das hübsche Cafe Graph, schräg gegenüber des
P. Guesthouses sehr empfehlen, die in einem schnukkelig eingerichteten Bungalow sehr guten Kaffee und Cookies anbieten.
SIEHT IRGENDWIE SURREAL AUS...
WIE NICHT VON DIESER WELT...
...INNENDRIN IST ES ALLERDINGS SEEEHR REAL...
DER GANZE SPASS IM TAGESLICHT
Ich bin wieder unterwegs, juhu!!! Es geht mit dem Moped von Kanchanaburi gen Nordwesten bis Sanghklaburi an der burmesischen Grenze. Morgens in Bangkok mit dem Bus los, in Kanchanaburi rauf auf
das Zweirad und nach 150 km Landstrasse ist der erste Etappenstopp THONG PHA PHUM, ein kleines symphatisches Marktstädtchen in "the middle of nowhere". Der Ort liegt unmittelbar an einem riesigen
künstlichen Stausee namens Vajiralongkorn und gilt unter gestressten Grossstädtern als ideales Wochenendziel. Weshalb leider auch unsere ursprünglich gewählte Übernachtungslösung komplett
ausgebucht ist. Der letzte Schrei hier sind Rafthouses, schwimmende kleine Bungalows, und, da es schon dunkel wird, steigen wir einfach bei den Nachbarn, ein Resort weiter, ab. Die unglaublich
romatische Location entpuppt sich allerdings recht schnell als Ettikettenschwindel, weil a) die sanitären Anlagen, sagen wir mal, gewöhnungbedürftig sind..., und b) Thais ein deutlich anderes
Verhältnis zu ruhestörendem Lärm haben....wir haben die ganze Nacht kein Auge zugetan, aber vergessen werden wir diese Nacht bestimmt nicht, auch weil der Ort schon sehr besonders ist. Angeblich
ist man übrigens unter der Woche weitestgehen allein da.
Where to find: Vang Ing Pha (V.I.P) 456/1 Mu 1 Tambon Tha Khanun, Amphoe Thong Pha Phum, Kanchanaburi, Tel: 0 3459 9778, am Ortseingang vorbei fahren
Richtung Vajiralongkorn Damm, dann noch etwa 6 km.
Unser eigentliches Ziel war das Bansuan Thaveechaiphaphum, www.thaveechaiphaphum.com






Das ist Nordthailand, genauer gesagt, der Nordosten, an der Grenze zu Laos. Es gibt in Thailand einige Orte, die scheinbar nur auf der Karte der einheimischen Touristen verzeichnet sind, und
dieser atemberaubend schöne Landstrich gehört seltsamerweise in diese Kategorie. Man braucht schon ein eigenes Fahrzeug und auch ein guter Orientierungssinn ist von Vorteil, die Beschilderung ist
manchmal recht kreativ, um diese einsame Gegend zu bereisen. Die Thais rollen ab November in grossen Gruppen an, um in lustigen 4-Bettzimmern, siehe Bild, eine kühle Sommerfrische zu erleben,
aber ausserhalb dieser Periode ist es fast menschenleer, was allerdings auch den Nachteil hat, dass sich die Hotelsuche etwas anstrengend gestaltet, da fast alle geschlossen haben. Aber der
Mutige wird belohnt, nach etlichen Kilometern auf kurvigen Strassen mit einer Aussicht, die einen ganz demütig und klein werden lässt, finden mein Reisegefährte und ich in einer winzigen
Ferienhaussiedlung einen barmherzigen Menschen, der uns nicht nur ein geräumiges Zimmer, sondern auch einen heissen Tee anbietet. Den kann man hier oben tatsächlich auch gut gebrauchen, immerhin
befinden wir uns knapp unterhalb des Berggipfels von Puh Chee Fah , und der hat eine stattliche Höhe von 1628m.
Where to find: Puh Chee Fah, südlich von Chiang Kong, Nordostthailand, eine Streckenbeschreibung auf englisch findet sich
hier

Where to find: Tiger Cave Temple, Thalat Khao, ausserhalb von Krabi, Richtung Airport. Am einfachsten man nimmt sich ein Taxi und bittet den Fahrer einen wieder abzuholen.







Alle Touristen wollen in Bangkok immer auf einen Floating Market, nur dass es den in der Stadt eben garnicht mehr gibt, weil die Kanäle schon vor ewigen Zeiten zugeschüttet worden sind. Und so
lassen sich die Westler in Reisebussen zu eigens für Touristen ins Leben gerufenen Märkten bringen, die künstlich und kommerziell sind. Amphawa ist anders. 90km westlich der Hauptstadt gelegen
und mit Minibus, oder auf abenteuerlichem Weg per Zug erreichbar, ist Amphawa ein sehr beliebtes Wochenendziel für Thais, nur selten verirrt sich mal ein Weißer in dieses bis zur Kitschigkeit
pittoreske Örtchen, welches zum großen Teil auf Stelzen ins Wasser gebaut ist. Montag bis Freitag dämmert das Dorf vor sich hin, um am Wochenende hunderte hungriger Grossstädter aufzunehmen, die
entweder mit großen Longtailbooten durch die schmalen Kanäle knattern oder sich in großen Gruppen, Thais reisen nur ungern allein, um die unzähligen Kanus drängen, die entlang des Wassers
unendliche Köstlichkeiten feilbieten. So geniesst man am schönsten frisch gegrillte Garnelen, setzt sich mit dem Teller auf den Knien auf die Treppe und schaut dem bunten Treiben zu, ein großer
Spass. Nach den kulinarischen Genüssen kommt Teil 2 des klassischen Besuchsprogramms, Glühwürmchen gucken! Eigens dafür zusammengestellte Touren schippern den amüsierten Gast vorbei an riesigen
Bäumen in denen es glitzert und funkelt und plötzlich wird es ganz romantisch. Wer keine Lust hat nachts wieder in die hektische Grossstadt zurückzufahren, kann versuchen, wie ich, in einem der
unzähligen Homestays unterzukommen, dafür ist es allerdings hilfreich jemanden, der der Sprache kundig ist mit der Vorabbuchung zu beauftragen, englisch wird in Amphawa nämlich nur in
Ausnahmefällen gesprochen.
Where to find: Amphawa, Provinz Samut Songkhram



(*alte Journalistenweisheit)
Ich gebe es zu, in der Fledermaushöhle war mir mal kurz mulmig, als mir klar wurde dass abertausende dieser putzigen Gesellen über meinem Kopf hängen. Auch die faustgroße, haarige Spinne, die
in einem Loch zu meinen Füssen hauste, hat mich nicht wirklich begeistert, aber der Ausflug in den Khao Yai Nationalpark war trotzdem einer der schönsten und beeindruckensten, an die ich mich
erinnere. Mein Reisegefährte und ich haben eine Tour bei Greenleaf gebucht, anderthalb Tage zeigen die unglaublich freundlichen und sehr kompetenten Führer uns und 10 anderen interessierten
Gästen diverse Höhlen mit dem darin lebenden Getier, finden winzige Schlangen im Unterholz und wissen durch ein ausgeklügeltes System an mit Walkie Talkies ausgestatteten Informanten immer,
wo es was Spannendes zu sehen gibt. Wir schleichen durch den Urwald und lassen uns an Hand der Hinterlassenschaften erklären welche Tiere gerade in der Nähe sind, besonders beeindruckend und
ziemlich furchteinflössend die wilden Elefanten, die deutlich vernehmbar in unmittelbarer Nähe rascheln, machen uns auf wilde Gibbons aufmerksam, die akrobatisch durch riesige Bäume turnen,
halten uns ihr Fernglas vor die Fotolinse, wenn der grosse Hornbill doch zu weit weg ist, lassen uns in kühlen Felsenpools baden und bekochen uns erschöpfte Naturfreunde abends auch noch
hervorragend mit scharfem Curry. Mehr Natur und Abenteuer, in der kurzen Zeit, geht nicht!
Where to find: Greenleaf, 52 Moo 6 Thanarat Road (km 7,5) zwischen Pak Chong und dem Khao Yai Nationalpark. Tel.
044-365 073
, info@greenleaftour.com. Wenn man mit
dem Zug bis Bahnhof Pak Chong fährt kommen die netten Leute von Greenleaf einen abholen. Man sollte in jedem Fall vorher buchen.






Abenteuer steht auf dem Programm, mein Reisegefährte und ich haben die 2-Tagestour mit Übernachtung im Khao Sok Nationalpark gebucht. Unser Ziel ist der 162 Quadratkilometer große
Ratchaprapha-Staudsee, so zum Vergleich, der künstliche See ist damit
doppelt so groß wie der bayrische Chiemsee, also riesig. Ein Longtailboot bringt unsere kleine Reisegruppe, inklusive unseres sehr netten, englischsprechenden Guides, aus gutem Grund genannt
Bigman, in eine wunderschöne, einsam gelegene Bucht. Die Tour geht vorbei an zipfelmützenartigen Kalksteinformationen, die mich sehr an meine Reise ins chinesische Yangshuo (siehe Post vom
16.06.2010) erinnern, man hat das Gefühl am Ende der Welt zu sein. In der winzigen Bucht schwimmen sehr einfache Bambushütten auf ziemlich rottig zusammengenagelten Bambusflössen, das wird unser
Lager für die Nacht sein. Sobald die knatternden Longtailmotoren aus sind, wird es mucksmäuschenstill, manchmal kann man das uuuhhhh der Gibbons hören, aber man sieht sie leider nicht, wie
überhaupt das Gros der Tiere sich immer weiter in den Dschungel zurückgezogen hat, das ist der Preis für den Tourismus. Nach schwimmen und paddeln, sowie einem augezeichneten Lunch im lokalen
Restaurant (Bild 2) steht eine Höhlenbesichtigung an. Davon gibt es keine Bilder, weil ich alle Hände voll damit zu tun hatte, heile durchzukommen. Dieser Teil der Veranstaltung hat es in sich,
ein Teil der Höhle wird nämlich durchschwommen, jawohl, es ist dunkel, mal abgesehen vom Schein der Stirnlampe, und man schwimmt durch einen engen Kanal, puuhh, ich war stolz auf mich, als ich am
Ende wieder raus war, aber die Aufregung war es wert.
Tag 2 steht dann mehr im Zeichen der Entspannung, nach einer sehr friedlichen Nacht, unglaublicherweise gibt es keine Mücken!!! und einen ausgiebigen Frühstück mit Blick auf majestätische
Baumriesen am Ufer des Sees, treten wir unterbrochen von diversen Stopps zum schwimmen, den Rückweg mit dem Boot in Richtung Zivilisation an.





Leider ist es nahezu unmöglich den besonderen Charme des Morningmist Resorts im Khao Sok National Park auch nur annähernd im Bild festzuhalten, zumindest für mich Knipser nicht. 35 Bungalows
verschiedener Klassen liegen in einem tropischen Park, dessen Vielfalt an Farben, riesigen Blüten und Gerüchen einem den Atem verschlägt. So in etwa, stelle ich mir vor, muss der Garten Eden
ausgesehen haben... Am Horizont sieht man die Karstfelsen aufragen, die den National Park umgeben, und die, wie der Name des Resorts schon sagt, morgens von dichtem Nebel eingehüllt sind. Das
zusammen würde schon ausreichen diesen schönen Ort zu empfehlen, aber das wirklich Besondere ist das Restaurant, eine unfassbare Menge Dekoration hängt unter dem hohen Holzgiebel, eine schräge
Mischung aus Kokosnusslampen, Papierschirmen und Elefantentischen verströmt eine typisch thailändische Gemütlichkeit, die so ziemlich das Gegenteil von kühl und stylisch ist. Und erst das Essen,
unbedingt den Fern-Salat probieren, sensationell!! Im Bild oben zu sehen ist übrigens der sehr empfehlenswerte Jungle Pancake zum Frühstück. Auch die mit üppigem frischem! Blumenschmuck
verzierten Cocktails und Shakes sind eine Wucht. Irgendwie stimmt hier alles, das Personal ist nicht immer schnell, macht die fehlende Geschwindigkeit aber allemal mit Charme wieder wett, und als
Gast fühlt man sich wirklich Zuhause, was kann man besseres über ein Hotel sagen.
Where to find: MORNING MIST RESORT, 53/3 Moo 6, T. Klong Sok, A. Phanom, J. Suratthani,
Thailand, Fon : 66-899718794, Zimmer ab 550 Baht
Noch ein Tipp: das Resort arrangiert auch Touren in den Park. Die Halbtagestour kann man sich sparen, dafür brauch man keinen Guide, da kann man prima allein losstiefeln, ist
alles ausgeschildert. Sehr empfehlenswert ist allerdings die 2 Tage Tour mit Übernachtung auf dem Stausse, dazu mehr in meinem nächsten Post.








Ich hatte das Glück per Zufall auf der Vernissage der Gallerie 'd Kunst' in Ratchaburi zu landen. Der Gallerist Wasinburee Supanichvorapach, genannt Buree, hat vor Jahren in Kassel Design
studiert und spricht deutsch. Er hat sich, als Sohn einer Keramikfabrikantenfamilie, zur Aufgabe gemacht dieses, in Thailand seit Jahrhunderten traditionell geprägte, Kunsthandwerk behutsam in
die Moderne zu führen, indem er zeitgenössische thailändische Künstler beauftragt Kollektionen für seine Fabrik herzustellen. Die Gallerie selber liegt mitten im Ort, mit malerischem Blick auf
den Fluss, in einem in mühevoller, 5-jähriger Arbeit fantastisch renovierten Holzhaus, siehe die vorher-nachher Bilder. Schon das Gebäude selbst erzählt die Geschichte seiner Vision der
Verbindung von Tradition und Moderne, und wie so oft in Thailand ergeben die eigentlich nicht zusammenpassenden Teile ein harmonisches Ganzes. Die Eröffnungsaustellung wird bestritten mit den
ziemlich originellen Werken von Suraporn Lertwongpaitoon, die riesigen Vasen mit den Damenfüßen sind meine Favoriten, aber leider etwas unhandlich für den Transport nach Deutschland, und im
ersten Stock der Gallerie befindet sich ein kleines Cafe. Wenn man schon die 100km lange Reise von Bangkok aus gen Südwesten nach Ratchaburi antritt, sollte man in keinem Fall einen Besuch der
Fabrik von Burees Familie verpassen, siehe die letzten beiden Bilder, der Besucher kann über das riesige begrünte Gelände wandern und sich in den Hallen vor Ort anschauen, was man alles
Grandioses mit Keramik anstellen kann, und natürlich auch diverse Stücke käuflich erwerben.
Where to find: Tao Hong Tai 'd Kunst' Gallerie, Woradet Road, schräg gegenüber dem National Museum, Ratchaburi. Zur
Tao Hong Tai
Fabrik, auf der Website gibt es unter
Directions den Anfahrtsplan.







Koh Lipe ist eine sehr überschaubare Insel mit drei Stränden, die von der Atmosphäre her recht verschieden sind. Pattaya, der Party-Strand, Sunrise, der eher upmarket-Strand und mein
Lieblings-Strand, der verschlafene Sunset Beach, siehe oben. Hier ticken die Uhren sehr langsam...trotz Peakseason ist es ziemlich einsam, schattenspendende Bäume säumen den weissen
Strand, direkt dahinter fängt der Palmenwald an. Es gibt nur ein low-budget Resort, welches auch ziemlich low-budget aussieht (das Porn Resort, Porn ist in Thailand ein Name, so häufig,
wie in Deutschland Müller) eine Tauchschule, die von einem etwas grimmigen Kanadier geleitet wird, und eine wunderschöne Bar, gebaut aus angeschwemmtem Holz, namens Boom Boom. Was will
man mehr...
Where to find: Sunset Beach, Koh Lipe, Thailand






Es knistert, es raschelt, es piept, es zirpt... ich liege auf der kleinen Holzterasse meines Bungalows mitten im Dschungel auf Koh Lipe, und um mich rum ist jede Menge Natur. Es gibt Flora und
Fauna in jeglicher Form, Frösche im Bad, Hundebabys im Restaurant, unsichtbare, aber sehr lustig klingende Vögel in den Baumwipfeln und undefinierbares Getrappel nachts auf dem Dach.... Für diese
Reise habe ich mich entschieden auf der winzig kleinen Insel nicht direkt am Strand zu wohnen, sondern im Landesinneren, weil mir auf der Website die Bungalows von Jack's Jungle so gut gefallen
haben. Oben auf einem Hügel, rund um das Haupthaus, in dem man auch lecker dinnieren kann, liegen etwa 15 kleine, hübsch eingerichtete Holzhäuser verteilt, alle mit nach oben offenem Badezimmer,
in dem Orchideen wachsen, schmale Trampelpfade führen durch den relativ naturbelassenen Urwald. Es ist wunderbar ruhig hier, und der herrlich entspannte Sunset Beach liegt nur 5 Minuten zu Fuss
entfernt. Aber leider hat soviel Natur auch ihren Preis, Mückenalarm!! sorgfältig eingesprüht ist der Aufenthalt jedoch ein wirklich relaxtes Vergnügen.
Kleiner Tipp: Wer reservieren möchte, muss das mindestens 2 Wochen im voraus, online über diese
Website tun,
da sich das Resort nicht anders erreichen lässt.





... heisst dieses grandios eingerichtete Restaurant, nach der berühmt, berüchtigten Redewendung, die vermutlich jeder Asienreisende schonmal zu hören bekommen hat. Die besondere Atmosphäre des
Ortes, nebst der eklektizistischen Musikauswahl, ist eindeutig der Hauptgrund den langen Weg in die südliche Ao Kantiang Bay anzutreten, es sei denn der Gast residiert gleich nebenan im
luxuriösen 5-Sterne
Pimalai Resort. Die Speisekarte enthält alle üblichen Thai-Verdächtigen, allerdings in Sachen Schärfe runtergedimmt auf Farang Niveau,
was die Sache für mich etwas unspannend macht. Aber die besondere Lage in einer der schönsten Buchten der Insel, die großzügige Bambusarchitektur, und natürlich die sensationelle Deko, inklusive
meines Lieblingsgottes Ganesha (Bild 4, links) und leuchtender, mit Stoff umwickelter Rattanballons, machen den Abend trotzdem unvergesslich. Unvergesslich wird auch unsere Heimfahrt ins Srilanta
auf einem sehr altersschwachen Sidecarmoped bleiben...Danke Julia für die tolle Zeit!
Where to find: "Same Same But Different", Ao Kantiang Bay, Koh Lanta, Thailand. Eine genauere Adresse lässt sich nicht ausfindig machen, aber jeder Taxifahrer kennt das
Restaurant.






Kann man sich etwas entspannteres vorstellen, als sich mit einem eisgekühlten Pineapple Shake in der Hand auf einer extrem bequemen Liege unter einem leuchtend roten Schirm zu lümmeln, vor sich
die türkise Andamanensee, hinter sich einen gepflegten Park mit leise raschelnden Palmen an denen Hängematten schaukeln....?
Diesen Ort gibt es wirklich, er heisst Srilanta und liegt auf Koh Lanta, südlich von Krabi. Als sogenannter Flashpacker, heisst Backpacker im Kopf, aber Midrange im Portmonaie, schätze ich
durchaus auch mal einen geschmackvoll eingerichteten Bambusbungalow mit geräumigen Bad. Meiner, aus der Kategorie Starpath, lag auch noch oben auf dem Berg, mitten im Dschungelgrün, mit Blick
über die Baumwipfel bis zum Meer und hatte lustigerweise eine Badewanne auf der eigenen Terasse. Das braucht man nicht wirklich, aber was braucht der Mensch schon wirklich? Dann schon eher eine
1,5 Stunden Thaimassage im hauseigenen Spa, mit dem rauschenden Meer im Ohr. Kein Wunder also, dass alle Menschen, denen man auf dem riesigen, wunderbar bepflanzten Gelände, begegnet, einen
symphatischen und unglaublich entspannten Eindruck machen, das gilt im übrigen gleichermassen für die Gäste, wie auch für das Personal. Gibt es einen besseren Beleg dafür, dass das Srilanta ein
paradiesicher Ort ist?
Where to find: Srilanta, 111 Mu 6 Klongnin BeachKoh Lanta Yai, Krabi 81150 - Thailand, Tel: +66(0) 7566 2688, Fax: +66(0) 7566 2687,
email:srilanta@thesrihotels.com






Nein,
Koh Samet ist natürlich nicht so schick, wie Sylt, und zum Glück auch nicht so teuer, aber wenn der gestresste Bangkoker fürs
Wochenende raus ans Meer will, dann fährt er nach Samet, wie der Hamburger nach Sylt. Am einfachsten geht das mit dem Minivan ab Victory Monument in ca. 3 Stunden über Rayong direkt zum
Pier in Ban Phe, rauf auf die Fähre oder das Speedboat und dann ist man auch schon gelandet auf diesem winzigkleinen Island, auf dem man nicht viel mehr tun kann als schwimmen, essen,
schlafen und ... feiern. Wer erleben will, wie die thai Jugend abfeiert, und wer Feuerspektakel liebt, der kann das am Wochenende im Silver Sands beobachten, sehr laut, sehr lustig. Wer
es lieber ruhiger hat, sollte das Wochenende meiden. Resorts gibt es in jeder Preisklasse, alle liegen mehr oder weniger direkt am Strand. Mein Tipp ist das
Tubtim mit einer großen Auswahl an unterschiedlichen Bungalows, in der Low Season gibt es einen Basic Bungalow, mit Fan, wie im Bild schon für 800 bht /
20 Euro die Nacht. Da die Insel zur Zeit noch vorwiegend ein Ziel für Thais ist, kann man auch im Tubtim hervoragend essen. Unberührte Natur würde ich die Insel nicht gerade nennen,
obwohl sie Teil eines National Parks ist, für dem man seltsamerweise beim betreten auch 200 Baht pro Person Eintritt zahlen muss, was auch immer die Ranger dann man mit dem Geld
anfangen...aber für einen erholsamen Kurztripp von Bangkok aus ist Koh Samet das perfekte Ziel.





Bei den 3 Schwestern schläft man gut. 3SIS heisst das kleine, aber recht
elegante Bed & Breakfast, welches, man ahnt es schon, von drei Schwestern geführt wird. Nach über einer Woche in einfachen Guesthäusern wollte ich gerne für die letzte Nacht in einem schönen,
gepflegten Hotel absteigen. Et voila, das ist genau der Ort, den ich gesucht habe, kleines Haus, mit Stil eingerichtet, sehr netter, persönlicher Service, gutes Frühstück und ideal gelegen, in
der Altstadt, direkt gegenüber des wirklich wunderschönen Wat Chedi Luang.
Wo zu finden: 1 soi 8, Thanon Phra Pokklao, Chiang Mai, Tel. 053 273243





Dieses Geschäft ist fast zu schön um wahr zu sein, aber eigentlich ist es nicht einfach nur ein Laden, die Besitzerin wohnt
auch hier, man steht quasi in ihrem Wohnzimmer. Jang eine sehr sympathische Thai, die vor etlichen Jahren Bangkok verlassen hat, weil es ihr zu hektisch war, hat dieses Paradies für Hilltribe
Stoffe und Perlen in dem sehr beschaulichen Ort Chiang Khong, am Ufer des Mekong eröffnet. Der Klischeesatz 'sie hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht' stimmt hier tatsächlich. Jang ist viel
gereist in ganz Asien und hat immer traditionell gewebte und genähte Stoffe und Kleidungsstücke mitgebracht, sie liebt dekorieren und sie hat einen wirklich besonderen sehr eigenen Geschmack, da
lag es irgendwann nahe, daraus ein Geschäft zu machen. Aber in Chiang Khong gehen die Uhren sehr langsam, wenn mal ein Tourist vorbeikommt und etwas kauft freut sie sich sehr. Und wenn nicht,
auch nicht schlimm, dann sitzt sie auf dem Balkon ihres Villa Kunterbunt Holzhauses, stickt oder näht, trinkt Tee und schaut ins Grün. Sie hat auf mich einen beneidenswert entspannten Eindruck
gemacht, am liebsten wäre ich da geblieben...
Wo zu finden: Jang, 113 Soi 1, Baanwat Keaw, Chinag Khong, email: jubjanglimshop@hotmail.com





Plötzlich sieht Thailand garnicht mehr aus wie Thailand, es ist neblig und kühl. Auch mal schön, nach etlichen Monaten mit weit
über 30 Grad im Schatten. Das kleine Moped quält sich etwas den Berg rauf, wir sind unterwegs zum Doi Tung (1322m hoch), einem besonderen Ort gleich mit mehreren Bedeutungen. Zum einen hat sich
die allseits verehrte Mutter des Königs hier ihre Sommerresidenz errichten lassen, eine Art riesiges Schweizer Chalet, welches man auch besichtigen kann. Zum anderen wurde zu Füssen diesen
Chalets ein wunderschöner, öffentlicher Garten angelegt, sehr gepflegt mit manikürten Bäumen und unzähligen Rabatten. Ich hatte eher das Gefühl durch einen Park in Genf zu schlendern, als durch
das asiatische Bergland zu stapfen. Die dritte Bedeutung steckt im Namen Doi Tung, so heisst nicht nur der Berg, sondern auch ein, von der royalen Familie ins Leben gerufene Projekt, welches den
Kaffeeanbau fördert, und damit den Hilltribe Familien eine Alternative zum Opiumanbau anbietet. Doi Tung betreibt diverse Coffeeshops in Bangkok und ist für
mich eine sehr willkommene Alternative zum ewigen Starbucks, bei der man auch noch mit gutem Gewissen seine Koffeinsucht befriedigen kann.
Wo zu finden: Mae Fah Luang, Doi Tung, an der Route 1149, nördlich von Chiang Rai.





Mir fällt gerade auf, dass die letzten Einträge ziemlich grün sind, und nicht so bunt wie die, aus Bangkok. Aber so ist das,
wenn man in der Regenzeit durch den Norden Thailands reist, sehr entspannt und sehr grün. Der kleine Ort Mae Salong allerdings ist so ziemlich das unthailändischste Dorf des Landes, es ist
komplett chinesisch. Er wurde von chinesischen Militärs auf der Flucht vor Maos Kommunisten gegründet, und war jahrelang ein berüchtigtes Zentrum des Opiumhandels. Aber das ist eine andere
Geschichte, eigentlich wollte ich ja über 'Sweet Maesalong' schreiben. Sweet Maesalong ist ein Cafe, eine Bar, ein Restaurant, ganz offensichtlich eröffnet von jemandem, der nicht nur Spass an
gutem Essen, sondern auch an schöner Einrichtung hat, eine Kombination, die in diesem Teil des Landes eher selten der Fall ist. Man kann wunderhübsche kleine Törtchen geniessen, ein aromatisches
Curry verzehren, oder, wie ich, ewig lang auf der sensationellen Terrasse sitzen, ins Grün gucken und einen hervorragenden Kaffee trinken, der übrigens gleich in der Nachbarschaft geerntet wird.
Wo zu finden: Sweet Maesalong 41/3 Moo1 Maesalongnork, direkt an der Hauptstrasse gelegen, wenn man von oben kommt rechts.




Der Mensch kann ja nicht
ständig Abenteuer erleben, ich brauch auch mal eine Pause, da bietet sich der Besuch eines Parks an. Der Mae Fah Luang Arts and Cultural Park ist ein sehr weitläufiges Parkgelände, 1984 angelegt
zu Ehren der Mutter des Königs Bumiphol. Die ursprüngliche Idee war einen Ort zu schaffen, wo Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Dörfern in ihren traditionellen Handwerkskünsten trainiert
werden. Mittlerweile beherbergt er unter anderem eine interessante Ausstellung zum Thema Teakholz. Absoluter Mittelpunkt und unbedingt sehenwert ist der 'Haw Khum', ein gigantisches, aus dem Holz
von 32 alten Häusern, in fünfjähriger Arbeit errichtetes Bauwerk, welches einen sprachlos macht, wegen seiner Schönheit und Eleganz. Leider durfte ich innen nicht fotografieren, weil es auch ein
heiliges Gebäude ist. Der ganze Park strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, der Gartenarchitekt hat einen extrem guten Job abgeliefert, es ist genau die richtige Mischung aus Zivilisation und
'wilder' Natur.
Where to find: Mae Fah Luang Art and Cultural Park 313 Moo 7, Ban Pa Ngiew, Tambon Robwiang, Amphoe Muang, Chiang Rai (ca. 3km westlich der Innenstadt), Öffnungszeiten Di - So
10.00h bis 18.00h

Home sweet
Home! Nach zehn aufregenden Tagen auf dem Moped durch den wilden Norden Thailands, entlang der burmesischen und laotischen Grenze, mit grandiosen Ausblicken auf den Mekong und die umliegenden
Berge, bin ich wieder daheim im chaotischen Bangkok gelandet. Wer Lust hat diese Tour nachzumachen, dem sei die übersichtliche und präzise Karte 'Golden Triangle' The Loop von GT-Riders empfohlen. Das Moped haben wir geliehen bei ST.Motorcycle auf der Jedyod Road in Chiang Rai, und eine ungefähre Beschreibung der Tour findet sich bei
Travelfish Dann braucht man eigentlich nur noch leichtes Gepäck und jede Menge Abenteuerlust, und los gehts.