DOI TUNG: DIE THAILÄNDISCHE SCHWEIZ

AUS DEM ARCHIV

Der Reisegefährte und ich sind mit dem Moped nördlich von Chiang Rai unterwegs. Plötzlich fühlt sich das Land garnicht mehr an wie Thailand, es ist neblig und kühl. Das kleine Maschinchen quält sich etwas den Berg rauf, wir sind unterwegs zum Doi Tung (1322m hoch), einem besonderen Ort mit gleich mehreren Bedeutungen. Zum einen hat sich vor etlichen Jahren, die allseits verehrte Mutter des Königs hier ihre Sommerresidenz errichten lassen, eine Art riesiges Schweizer Chalet, welches man auch besichtigen kann. Zum anderen wurde zu Füssen diesen Chalets ein wunderschöner, öffentlicher Garten angelegt, sehr gepflegt mit manikürten Bäumen und unzähligen Rabatten, Geranien, Dahlien, Hecken mit Weihnachtssternen so weit das Auge reicht, ich hatte eher das Gefühl durch einen Park in Genf zu schlendern. In der Schweiz hat übrigens auch der thailändische König Bhumibol Adulyadej sein Abitur gemacht und seine Familie hat lange dort gelebt, insofern ist die Assoziation wohl durchaus beabsichtigt. Die dritte Bedeutung steckt im Namen Doi Tung, so heisst nicht nur der Berg, sondern auch ein, von der royalen Familie ins Leben gerufene Projekt, welches den Kaffeeanbau fördert, und damit den Hilltribe Familien eine Alternative zum Opiumanbau anbietet. Doi Tung betreibt diverse Coffeeshops in Bangkok und ist für mich eine sehr willkommene Alternative zum ewigen Starbucks, bei der man auch noch mit gutem Gewissen seine Koffeinsucht befriedigen kann. 

Wo zu finden: Mae Fah Luang, Doi Tung, an der Route 1149, nördlich von Chiang Rai.

Wer mehr zu Ausflügen mit dem Moped in Thailands grandiosen Norden lesen möchte, findet meine Berichte unter diesem Link.

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