MOPED LEIHEN LEICHTGEMACHT

mopedfahren in thailand
ICH GEB ES ZU, COOL SIEHT ANDERS AUS...

Wie ihr sicher schon gemerkt habt, bin ich ein großer Freund des Mopedfahrens in Thailand. Viele Menschen haben mich schon gefragt: »Ist das denn sicher? Hast du da keine Angst?«.

Na ja, sagen wir mal so...Was ist schon sicher im Leben?.... Der Straßenverkehr in Thailand ist die Hölle, gar keine Frage. Aber der Spaß ist es mir wert. Wobei ich natürlich einschränkend sagen muss, ich bin nur Beifahrer. Der Reisegefährte ist ein sehr besonnener Fahrer und ich fühl mich auf dem Sozius immer sicher. Solltet ihr also Lust haben, es mir nach zu tun, beantworte ich hier die 8 wichtigsten Fragen zum Thema Roller fahren in Thailand.

 

Frage 1: Roller oder Motorrad leihen?

Das hängt natürlich, nicht zuletzt, von euren Fähigkeiten ab, aber auch ein wenig von der Strecke, die ihr vorhabt zu fahren. Wollt ihr durch Thailands Norden cruisen, macht es durchaus Sinn, für die hunderten von steilen Haarnadelkurven eine etwas kräftigere Maschine zu leihen. Ich hab so eine Tour mal auf einer Honda mit 100cc absolviert, kann man alles machen... muss man allerdings damit rechnen, dass man auch mal absteigen muss, und den Berg rauf schieben.... Eine sehr ähnliche Strecke hab ich ein Jahr später, auf dem Sozius einer Honda Phantom erlebt, und siehe da, alles wunderbar, nix mit absteigen, und deutlich mehr Spaß. Für einen Kurztripp über eine Insel reicht ein kleines Maschinchen natürlich selbstverständlich locker.

 

Frage 2: Wo bekomm ich das Gefährt her?

Das ist abhängig von der Art und Größe des Gefährts. Eine ganz normale kleine Honda oder einen Roller, so wie die Locals sie fahren, bekommt man fast an jeder Strassenecke geliehen. Wer anspruchsvoller ist, oder ganz spezielle Vorlieben hat, der sollte einen darauf spezialisierten Verleiher aufsuchen. Da kenn ich mich allerdings nur im Norden Thailands ein wenig aus, Chiang Mai ist für diese Ansprüche eine sehr gute Anlaufstelle mit großer Auswahl. Bei meinem letzten Trip haben wir unsere Honda Phantom bei Mr.Mecanics auf der Website vorbestellt, denn besonders in der Hauptsaison ist nicht gewährleistet, dass alle Wünsche spontan erfüllbar sind. Eine andere gute Adresse ist: gt-rider, ebenfalls in Chiang Mai.

 

Frage 3: Welche Papiere brauche ich?

Für das Leihen einen kleinen Mopeds oder Rollers hat mich noch nie jemand nach einem Führerschein, und schon garnicht einem internationalen Führerschein gefragt. Üblicherweise hinterlegt man seinen Reisepass als Sicherheit, daß man das rollende Gefährt auch wieder zurückbringt. Aber auch wenn ich diese Prozedur nicht so wirklich symphatisch finde, es ist uns noch nie was Unangenehmes passiert. Man sollte seinen Führerschein aber in jedem Fall auf der Fahrt dabei haben, weil es immer sein kann, daß man in eine Polizei Kontrolle kommt, und ohne Papiere ist das gar kein Spaß. Es bietet sich im übrigen an, eine Kopie des abgegebenen Reisepasses immer in der Tasche zu haben, just in case....

Was größere Maschinen angeht, so ist es sicher sinnvoll alle offiziellen Papiere zu Hand zu haben. Was den internationalen Führerschein angeht, so musste ich den bisher tatsächlich nur beim Leihen eines Mietwagens zeigen, aber sicher sein kann man sich da nicht.

 

Frage 4: Was kostet der Spaß?

Eine Honda Phantom mit 200cc kostet bei einem seriösen Verleiher um die 600 Baht am Tag. Wer das Gefährt für mehrere Tage leihen möchte, kann durchaus beim Preis etwas verhandeln. Da ist auch eine Versicherung mit inbegriffen, ich bin mir allerdings bei der thailändischen Rechtslage nicht sicher, wie belastbar diese für einen Ausländer ist.

Eine Honda Dream 125 cc kostet beim selben Verleiher in Chiang Mai 200 Baht am Tag, ebenfalls mit Versicherung. Auf den Inseln sind die kleinen Scooter sicher noch günstiger zu haben, weil da die Konkurrenz größer ist.

 

Frage 5:Wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Gute Frage! Diese Frage hat verschiedenen Aspekte. Zum einen die Maschinen selber, wir haben schonmal eine Honda Dream geliehen, die nach 2 km komische Geräusche von sich gegeben hat, und wo ich mir nicht sicher war, ob wir heile wieder zurückkommen... Das Risiko besteht leider immer, darüber sollte man sich im klaren sein. Wer in Thailand deutsche Wartungsstandards erwartet, sollte die Finger von den motorisierten Zweirädern lassen. Es macht sicher Sinn, eine Proberunde zu drehen und gerade bei größeren Maschinen, die wichtigsten Teile zu checken und gegebenenfalls auch beim Verleiher zu monieren. 

Dann sind natürlich die Strassenverhältnisse in Thailand ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Im Norden des Landes, sind wir stundenlang über wunderbar samtigen Asphalt, auf menschenleeren Strassen entlang gebraust. In Bangkok würde ich mich im Leben nicht auf ein Motorrad setzen, da herrscht auf den Strassen die pure Anarchie, das wäre mir zu gefährlich. Besonders an Feiertagen fahren leider sehr viele Thais unter jeder Menge Alkohol, das führt, wie z.B. dieses Jahr an Songkran, zu mehreren hundert! Toten an einem Wochenende. Das sollte man wissen!!!

Und dann wäre da noch die Sache mit dem Helm, ich persönlich setze mich auf kein Moped oder Motorrad ohne Helm, weder in Deutschland, noch in Thailand. Das größte Problem ist, bei den Verleihern einen Helm zu finden, der passt. Das ist leider nicht immer gewährleistet. Ich hab für meinen nächsten Trip tatsächlich schon daran gedacht, mir einen richtig guten Helm aus Deutschland mitzubringen.

Wenn man den Aufwand nicht betreiben möchte, hier noch ein kleiner Tipp, die meisten Leih-Helme sind innendrin nicht sonderlich appetittlich, kein Wunder bei der Hitze. Ich trage immer einen leichten Stoffhut unter dem Helm, das ist deutlich hygenischer, und wenn das Teil zu groß sein sollte, wackelt es so auch weniger. 

Ach und ein kleines, nicht unwichtiges Detail noch: in Thailand herrscht Linksverkehr!

 

Frage 6:Wie orientiere ich mich?

Das ist in Zeiten von Google Maps eine leicht zu beantwortende Frage, mit einer thailändischen Simkarte im Smartphone ist das alles kein Problem mehr. Es gibt allerdings manchmal böse Überraschungen, Ich hatte schon einige Male den unangenehmen Fall, daß ich den Namen einer Stadt als Ziel eingegeben habe, dann errechnet Google Maps die Entfernung und man denkt, OK 125 km, das ist zu schaffen. Aber die Entfernung bezieht sich auf den Namen des Bezirks und in Wirklichkeit sind es 260 km. Was einem Autofahrer noch relativ egal sein kann, wird eventuell zu einem veritablen Albtraum für Mopedfahrer. Also ACHTUNG: Das Wort Amphoe, als Zusatz zum Städtenamen, bezeichnet einen Bezirk und nicht die Stadt selbst.

 

Frage 7: Und das Gepäck?

Ehrlich gesagt sind diese Art von Ausflügen nichts für Menschen, die jeden Tag ein neues Outfit tragen wollen... Soll heissen, wenn ich eine Woche unterwegs bin, hab ich für jeden Tag eine frische Unterhose dabei, zwei bis drei T-Shirts müssen reichen. Viel mehr als eine Zahnbürste und wichtig! Sonnencreme, ist nicht drin an Hygienartikeln. Auf langen Touren in den Bergen trage ich immer eine lange Jeans und Turnschuhe, egal, wie warm es ist. Manchmal ist es, je nach Jahreszeit, auch sinnvoll eine Windjacke im Gepäck zu haben. Wir haben zu zweit immer zwei kleine Rucksäcke dabei, der Fahrer trägt seinen vor dem Bauch. Auf unserem letzten Trip hatten wir eine Maschine mit Satteltaschen vorbestellt, das ist natürlich totaler Luxus, aber auch leider nicht immer zu haben.

 

Frage 8: Geht das alles auch, wenn ich noch nie eine Mopedtour gemacht habe?

Die Frage muss natürlich letzendlich jeder für sich selbst beantworten. Aber ich hätte einen Vorschlag. Wenn du Lust auf eine mehrtägige Tour, z.B. den Mae Hong Son Loop mit Start in Chiang Mai hast, dir aber nicht sicher bist, ob du dir das zutraust, leih dir doch erstmal ein Moped für einen Tag. Von Chiang Mai aus lassen sich wunderbare Tagestouren in die hügelige Umgebung machen, z.B. zum berühmten Tempel Wat Phra That Doi Suthep. Und wenn du dich wohl fühlst auf dem rollenden Teil, dann kannst du auch frohen Mutes weitere Strecken in Angriff nehmen.

 

Jetzt bleibt mir nur noch Dir Spaß zu wünschen und fahr vorsichtig!

Und wenn du Ideen für Touren im Norden Thailands suchst, hier findest du einige schöne Vorschläge in meiner Rubrik Roadtrips.

 

Wenn du keinen neuen Blogpost mehr verpassen willst, dann folg Soiblossom doch auf facebook, twitter oder pinterest

Ich freu mich sehr, wenn du mich auf meinen Reisen durch Thailand begleitest!

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Sabrina (todayis) (Samstag, 02 Mai 2015 17:59)

    Hört sich echt spannend an. Mit einem Moped Thailand zu erkunden fänd ich traumhaft. Aber ein bisschen Angst, dass ich über den Haufen gefahren werde hätte ich ja schon :D

  • #2

    Walter Mikel (Freitag, 29 Juli 2016 07:49)

    HALLO, ich bin 71 würde gerne mit einigen OPAS in Thailand herumfahren!