Meine 5 Wahrheiten über das Bloggen

Es gibt so Tage, da frag ich mich, warum blogge ich eigentlich seit fünf! Jahren mindestens ein bis zwei mal im Monat? Das ist ganz schön viel Arbeit, neben meiner Tätigkeit als freiberuflicher Art Direktorin. Warum betreibe ich in meiner Freizeit diesen Aufwand? Warum recherchiere ich in Bangkok Adressen, laufe Strecken ab, mache Fotos, bearbeite Fotos und wer weiß was noch alles? Und, auch nicht uninteressant für mich selbst zu erkennen, warum blogge ich nicht? In diesem Text versuche ich meiner Motivation nahe zu kommen, und wenn ich das schreibe, kannst du vielleicht auch erkennen, ob mein Blog der richtige für dich ist. Hier meine ganz persönlichen 5 Wahrheiten über das Bloggen:

1.Ich blogge nicht, um über Orte und Dinge zu berichten, über die schon 1000 andere Blogger geschrieben haben.
Als ich vor 5 Jahren angefangen habe mit dem Bloggen über Bangkok, ist das eigentlich nur aus einem einzigen Grund geschehen, ich habe selber im Netz nach Adressen in Bangkok gesucht und nicht das gefunden, was ich gesucht habe. Also hab ich mir gedacht, wenn ich was Schönes in der Stadt entdecke, ein besonders gutes Restaurant, ein u ngewöhnliches Geschäft oder einen skurrilen Ort, dann möchte ich das mit dir, meinem Leser, teilen. Ich möchte nicht über den Königspalast in Bangkok schreiben, weil das in jedem Reiseführer steht. Aber ich möchte dich an meinen, manchmal auch etwas sonderbaren Entdeckungen teilhaben lassen. Ich möchte nicht über die Khao San Road schreiben, weil mich das überhaupt nicht interessiert. Aber vielleicht suchst du ja beim Reisen in und um Bangkok und Thailand die gleichen sonderbaren Dinge, wie ich... Der Preis für meine Eigensinnigkeit sind natürlich weniger Leser, aber warum sollte ich mir ein Hobby leisten, welches mir keinen Spass macht.
Denn...

2.Ich blogge nicht, um damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Bloggen ist mein Hobby. Ich bin Grafik-Designerin, ich entwickle und gestalte Magazine. Das war schon immer der Beruf, den ich ergreifen wollte und den ich liebe. Nicht immer und nicht jeden Tag, aber ich fühle mich ziemlich priviligiert, dass ich mit einem Beruf, an dem mein Herz hängt, meinen Lebensunterhalt verdienen kann. Als Selbständige kann ich mir meine Zeit einteilen, zumindest mehr oder weniger, und ich muss nichts tun, was ich nicht will. Wenn meine Reisekasse voll ist, reise ich los. Das ist ein fast schon paradiesischer Zustand… Ich reise wohin ich will, und wann ich will. Und wenn es besonders schön ist, schreibe ich darüber. Das heisst aber auch, ich zahle meine Reisen selber, und wenn mir etwas nicht gefällt, dann schreib ich auch nicht. Das ist Freiheit, aber Freiheit gibt es nicht umsonst.
Freiheit ist für jeden etwas anderes...


3.Ich blogge nicht, um digitaler Nomade zu werden.
Seit fast 20 Jahren lebe und arbeite ich in Hamburg. Hamburg ist nicht meine Heimatstadt, geboren bin ich in Aachen, aber die meisten meiner Freunde sind hier. Meine schöne Altbauwohnung mit Garten ist hier. Meine Kunden und Auftraggeber sind hier. Ich gestehe, das Wetter in Hamburg bringt mich von Zeit zu Zeit zur absoluten Verzweiflung, aber die Vorteile in einer funktionierenden, aufgeräumten, deutschen Großstadt zu wohnen, überwiegen die Nachteile für mich bei weitem. Und wenn ich nach drei Monaten unterwegs sein, mit Tasche ein— und auspacken, Zimmer suchen, in Züge ein— und aussteigen, eventuell einer kleinen Magenverstimmung und ziemlich vielen Insektenstichen wieder im heimatlichen Hamburger Hafen einlaufe, dann freu ich mich wieder Zuhause zu sein. Für mich persönlich ist die Balance entscheidend, die Balance zwischen Reisen und Zuhause sein. Es verhält sich in etwa, wie mit  Schokolade essen, zuviel macht Bauchweh, es kommt auf die Dosierung an.

4.Ich blogge nicht, um Menschen zu bekehren ein anderes Leben zu führen.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber als erwachsener Mensch, möchte ich eher nicht, daß mir andere Menschen sagen, was gut für mich ist. Wo ich hinreisen soll, wie ich mich im Leben so verhalten soll… Ich blogge, weil ich unterwegs tolle Sachen finde, von denen ich glaube (manchmal liege ich auch total daneben), daß sie für andere Reisende, wie dich, interessant sind. Das ist ein Vorschlag von mir für dich. Ich will niemanden bekehren nach Thailand zu reisen, oder ein Jahr im Ausland zu leben. Für mich war das mit eins der besten Jahre meines Lebens, aber das mag für dich ganz anders sein, weil du ganz anders bist als ich. Wenn du mehr über meine Abenteuer wissen willst, freue ich mich sehr, aber deinen Urlaub planen möchte ich nicht. Weil nur du weißt, was für dich gut ist.

5.Also, warum blogge ich?
Ich blogge, weil ich meine Leidenschaft für Thailand mit dir teilen will. Ich blogge, weil ich meine Fundstücke mit dir teilen will. Ich blogge, weil es mich glücklich macht, wenn du mir schreibst, dass du in einem der von mir empfohlenen Restaurants gegessen hast, und es dir wunderbar geschmeckt hat. Ich blogge auch, weil mein Blog für mich so etwas wie mein Reisetagebuch ist, so vergesse ich meine vielen einzigartigen Erlebnisse nicht. Soiblossom ist ein öffentliches Tagebuch, von dem alle etwas haben. Warum blogge ich noch? Ich blogge, weil ich gerne schreibe, weil es für mich eine Herausforderung ist, Situationen und Erlebnisse in Geschichten zu verpacken. Und nicht zu vergessen, ich blogge um mein Fernweh in Schach zu halten. Nichts hilft besser gegen 12 Grad Aussentemperatur und Nieselregen, als über Thaifood und Palmen zu schreiben oder zu lesen...
Komm mit, es hilft wirklich...

Wenn dich dieser Artikel interessiert, dann liest du vielleicht auch in meiner Rubrik 'Reisen an sich...' gerne weiter